Liebe Schützenfreundinnen und Schützenfreunde,

mit der Eindämmungsverordnung vom 06.03.2021 gibt es auch für den Schießsport in Brandenburg einen kleinen Lichtblick. Unter weiterer Berücksichtigung der Hygieneregeln können offene Schießstände wieder genutzt werden.

Viele Fragen bleiben dennoch. z.B. zur Nutzung von teilweise offenen Schießständen. Ich denke, die Vereinsvorstände solcher Anlagen sollten ihre Hygienekonzepte mit den lokalen Verwaltungen abstimmen, um erste Schritte zur verantwortungsbewussten sportlichen Nutzung wieder aufnehmen zu können. Natürlich hoffe ich, wie wir alle, dass auch die Innenanlagen bald wieder geöffnet werden können, wenngleich es andererseits bereits wieder Anzeichen für eine Zunahme der Infektionen gibt.

Mir hat in diesem Zusammenhang die Haltung des Landrates vom Landkreis Elbe-Elster Mut gemacht, der trotz einer gewissen Zunahme der Infektionen nicht gleich wieder in den totalen Lockdown verfallen will, sondern versucht, zielgerichtet gegenzusteuern. Unsere Schießstätten und das verantwortliche Handeln der Vereinsvorstände sind mit Sicherheit jetzt und auch zukünftig keine Hotspots für Infektionen. So könnten wir auch gut organisiert die ersten Wettkämpfe auf Vereins- und Kreisebene durchführen, um zumindest ein Mindestmaß an Motivation, Wettkampf und Qualifikation für die Landesmeisterschaften und die im August geplanten Deutschen Meisterschaften realisieren.

Wir werden, wie der Deutsche Schützenbund auch, den Weg dorthin im Modus „auf Sicht fahren“ vornehmen, um schnell reagieren zu können. Ziel ist – wir wollen die Wettkämpfe durchführen – und nur so kurzfristig wie möglich verschieben oder, wenn nicht anders möglich, absagen. Das verlangt von allen Beteiligten, Teilnehmern und Organisatoren ein hohes Maß an Verständnis und Vertrauen.
Auf Vereins-, Kreis- und Verbandsebene sollten die Möglichkeiten zur Vereinsarbeit genutzt werden. Es sind zwar noch keine Feste und Feiern möglich, aber Vorstands- und Gremienarbeit ist unter Beachtung der Vorschriften möglich. Natürlich sollte auch hier die Angemessenheit des Aufwandes beachtet werden. Es ist deshalb wichtig, die Möglichkeiten der virtuellen Arbeit noch mehr in die Vereins- und Verbandsarbeit einfließen zu lassen. Auch in unserem Landesverband haben wir damit erfolgreich begonnen.

Der Deutsche Schützenbund wird den in diesem Jahr vorgesehenen Deutschen Schützentag ebenfalls, eingeschränkt auf die Delegiertenkonferenz, in virtueller Form durchführen. Nun sind Telefon- und Videokonferenzen sicher ein mögliches Arbeitsinstrument, das wir zukünftig zielgerichteter nutzen können und müssen. Die unmittelbaren persönlichen Kontakte, gerade im Vereinsleben, kann es nicht ersetzen.

Liebe Schützenfreundinnen und Schützenfreunde, eigentlich wollte ich diese Zeilen mit einem Zitat aus dem Osterspaziergang aus Goethes Faust beginnen, aber ich glaube, die Zeilen sind auch zum Schluss geeignet, Euch Mut zu machen und Optimismus zu verbreiten.

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnenden Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes. …“

(Die Älteren werden sich erinnern und den Jüngeren sei es zur Lektüre ans Herz gelegt.)

Allen Mitgliedern und Freunden des Brandenburgischen Schützenbundes und Ihren Angehörigen
Ein schönes Osterfest und bald wieder „Gut Schuss“

Dr. Gert-Dieter Andreas
Präsident